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Früh morgens

Es ist jetzt 10:23h auf meiner Uhr. Nach einer Nacht voller emotionaler Ambivalenzen fühle ich mich leer.

In der vergangenen Nacht trank ich, rauchte ich und weinte ich. Es gibt Dinge, die man nicht sagen darf. Passender kann ein Lied nicht rein zufällig aus der Anlage kommen. Tom Waits’ "Little Drop of Poison". "Did the devil make the world while god was sleeping?".

Ich war mit schönen, lustigen Mädchen unterwegs. Vier Mädchen. Wir tanzten und lachten. Eine von ihnen tanzte ihren Schmerz davon. Sie ist Zucker. Wir gingen danach noch mehr trinken. Eine Andere und ich gingen steil. Wir knutschten wild rum; nicht das erste Mal. Aber das ist eine sekundäre Geschichte, für die hier kein Platz ist. Wir landeten am Ende bei ihr. Wir sind sie, ich und die Eine. Das traurige Mädchen lachte sehr viel. Mehr als wir. Alles ein wenig verdächtig. Morgens um acht wollte ...




[sept. 01] Bei strahlendem Sonnenschein bricht nicht nur eine neue Periode an, ich treibe auch auf die Schönheit der Unsicherheit zu. Nach den Erlebnissen der vergangenen Tage bekommt die Welt einmal wieder neue Facetten und Falten in die gegerbte Vielfalt ihrer Haut gemeißelt. Nachdem die Ankunft bei wunderbar milden 26°C nur Gutes vermuten ließ, kühlte jedoch die Air Condition auf eine eisige Realität herab. Unmittelbar zum Eintritt des Sonnenuntergangs machte sich neben mir eine heimelige Wärme breit, die auf den gelockerten Gemütszustand meiner Sitznachbarin schließen ließ. Die Flasche fuseliger Wein tat ihr Bestes, um dem Vorschub zu verleiten. Kurz vor geschätzter Ankunft in 'Downtown Vancouver’ und geschwächt von der langen Fahrt, der Nacht zuvor und der mangelnden Ortskenntnis, beging ich den Fehler, der alkoholischen Reminiszenz aller Charles Bukowski Bücher die folgende Frage zu stellen: "Is the next stop close to Granville, or Robson?" Die Freude der Beachtung, die ich der Dame zuteil werde ...