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Wo sich normalerweise haufenweise Menschen tummeln, versuchen, jedermann den hart erkämpften Sitzplatz streitig zu machen, herrscht heute beängstigende Leere. Auf einer der weniger populären Bahnstrecken Deutschlands unterwegs, mit einem der weniger komfortablen Züge, stellt sich die Frage nach den Tarifsystem der Bundesbahn. An der generellen Fehlbarkeit des neuen Systems soll hier nicht gezweifelt werden, andererseits trete ich auch nicht gern in offene Wunden, obwohl der Sadist in mir es gerade zutiefst bedauert, niemals eine Fleischerlehre angefangen zu haben. Wie dem auch sei, zum ersten Mal seitdem die Bahn mir zuverlässiger Beförderer ist, bin ich höchst erfreut, nicht über ein umlagefinanziertes Tarifsystem an den reellen Kosten beteiligt zu sein. Wenn man sich durch diese Milchmädchenrechnung bei einigen ICE-Fahrten wegen notorischer Überfüllung ein Plus ausrechnen vermag, teile ich diesen Zug mit allerhöchstens fünf weiteren Insassen, das Abteil verteidigt meine morgendlicher Übelgeruch –der auch durch intensive Dusch- und Pflegerituale nicht ausgemerzt werden konnte- unangefochten, ...