.

Früh morgens

Es ist jetzt 10:23h auf meiner Uhr. Nach einer Nacht voller emotionaler Ambivalenzen fühle ich mich leer.

In der vergangenen Nacht trank ich, rauchte ich und weinte ich. Es gibt Dinge, die man nicht sagen darf. Passender kann ein Lied nicht rein zufällig aus der Anlage kommen. Tom Waits’ "Little Drop of Poison". "Did the devil make the world while god was sleeping?".

Ich war mit schönen, lustigen Mädchen unterwegs. Vier Mädchen. Wir tanzten und lachten. Eine von ihnen tanzte ihren Schmerz davon. Sie ist Zucker. Wir gingen danach noch mehr trinken. Eine Andere und ich gingen steil. Wir knutschten wild rum; nicht das erste Mal. Aber das ist eine sekundäre Geschichte, für die hier kein Platz ist. Wir landeten am Ende bei ihr. Wir sind sie, ich und die Eine. Das traurige Mädchen lachte sehr viel. Mehr als wir. Alles ein wenig verdächtig. Morgens um acht wollte ...




~Von der Lust, im Zug Schlafenden (unverhohlen) Nüsse in den Mund zu werfen~
Vor nahezu zwei Monaten entschloss ich mich, das Rauchen sein zu lassen. Heute. Jetzt. In diesem Augenblick erscheint dies, ein grässlicher Fehler gewesen zu sein. Bahnreise. Nürnberg - Köln. Großraumabteil. Neben mir sitzt ein hörgeschädigtes und sprachbehindertes Paar, das sich in seinem Kauderwelsch lautstark unterhält. Zu allem Überfluss hatten sich die beiden gepaart, vermehrt und eines ihrer beiden Kinder daddelt munter, von Raum und Zeit und sonstigen Umwelteinflüssen unbeeindruckt, auf seinem Gameboy in voller Lautstärke. Was aber in diesem Theater der akustischen Grausamkeiten am meisten schmerzt, ist die Gewissheit, dass die Batterien des kleinen The Legend of Zelda-Balges länger halten werden als der Akku meines iPods. Technology sucks. In solchen Momenten wünscht man sich zurück in eine simplere Zeit. Eine Zeit von Konfirmationslagerfeuerfahrten mit analogen Musikabspielgeräten und Schokoladenriegeln, die es geschafft hatten, trotz ihrer englischen Namensabstammung sehr deutsch zu klingen. Wenn ...